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Verstanden!

Mieterlexikon

Genossenschaft -
das sollten Sie wissen

 

Eine Genossenschaft ist eine Vereinigung von natürlichen und juristischen Personen, diese leiten gemeinsam und gleichberechtigt einen genossenschaftlichen Geschäftsbetrieb, also ein Unternehmen. Entscheidungen werden gemeinsam und demokratisch getroffen.

Die oberste Leitmaxime einer Genossenschaft ist die vom Gesetz vorgegebene Förderung der Mitglieder. Die Förderung soll primär über Leistungsbeziehungen zwischen Mitgliederwirtschaften ( z. B. private Haushalte, Betriebe ) und dem Gemeinschaftsunternehmen erfolgen. Eine Genossenschaft verfolgt dementsprechend zuerst ökonomische Zwecke, es können aber auch soziale oder kulturelle Zwecke sein.

Den Kern einer Genossenschaftsidentität bilden neben dem o.g. Förderungsprinzip noch die Grundsätze der Selbsthilfe, der Selbstverwaltung und der Selbstverantwortung sowie das Identitätsprinzip ( Wesensmerkmale ).

Das Identitätsprinzip sagt aus, dass die Miteigentümer/Träger ebenso Geschäftspartner ( z. B. in Form eines Abnehmers, eines Lieferanten ) und Eigenkapitalgeber ( Genossenschaftsanteil ) sind und damit in einer Dreifachbeziehung stehen.

Bauverein Kierspe eG:

Der Bauverein Kierspe ist ein genossenschaftliches Wohnungsunternehmen. Eine Genossenschaft ist eine Solidargemeinschaft aus der Grunderkenntnis, dass eine Summe von Menschen ein Ziel erreichen kann, das zu gewinnen der Einzelne zu schwach ist.

Innerhalb einer solchen Solidargemeinschaft besteht der grundsätzliche Wille, die Mitglieder dieser Gemeinschaft zu respektieren und zu fördern. Daraus ergibt sich ein wesentlicher Unterschied zu herkömmlichen Bauträgern: Genossenschaften verbieten sich, mit dem Gut Wohnung zu spekulieren oder höchstmögliche Gewinne zu erwirtschaften.

Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass unsere Wohnungen wesentlich billiger sind, als die anderer Bauträger. Auch Baugenossenschaften sind ökonomisch zu führende Wirtschaftsunternehmen und müssen natürlich den Gesetzen des Marktes gehorchen, wenn sie erfolgreich sein wollen. Sie kaufen normale Grundstücke nach Marktpreisen, sie müssen beim Bauen das richtige Angebot finden. Sie müssen, wie jeder andere Bauherr, das Wirtschaftsgut Wohnung finanzieren und darüber auch mit Banken und anderen Geldgebern verhandeln.

Genossenschaftswohnungen haben dennoch oft erheblich günstigere Mieten, weil Genossenschaften auf gut erhaltene und renovierte Altbestände blicken können, deren Finanzierungszeit abgelaufen ist und weil sie nicht an Mieten herausholen, was der Wohnungsmarkt hergibt, sondern was der Gesamtwirtschaftsplan vorgibt.

Wir wollen und dürfen unsere Wohnungen ausschließlich an Mitglieder vermieten. Der Abschluss des Dauernutzungsvertrages – so heißen bei Genossenschaften die Mietverträge – ist nur dann möglich, wenn Sie auch bereit sind, Mitglied unserer Genossenschaft zu werden.

Gleichzeitig mit der Erklärung der Mitgliedschaft wird die einmalige Zahlung des Genossenschaftsanteils von derzeit Euro 650,00 ( zzgl. der einmalige Zahlung des Eintrittsgeld in Höhe von Euro 20,00 ) fällig. Auf den Genossenschaftsanteil schütten wir eine jährliche Dividende aus, die natürlich abhängig vom Geschäftserfolg der Genossenschaft ist und die im Normalfall erheblich über den marktüblichen Zinsen liegt.

Solange Sie Bewohner einer Genossenschaftswohnung sind, müssen Sie auch Genossenschaftsmitglied sein. Bei Aufgabe der Wohnung können Sie Ihre Mitgliedschaft kündigen. Im Gegensatz zur Wohnung, deren Kündigungszeit drei Monate beträgt, sieht unsere Satzung für die Kündigung der Mitgliedschaft jedoch eine Kündigungsfrist von einem vollen Kalenderjahr vor. Diese Fristen sind übrigens im Genossenschaftsgesetz klar geregelt. Dies bedeutet, dass von der Kündigung der Mitgliedschaft bis zur Auszahlung Ihres eingezahlten Genossenschaftsanteils unter ungünstigen Umständen bis zu 2 1/2 Jahre vergehen können.

Selbstverständlich erhalten Sie auch im Falle der Kündigung Ihre jährliche Dividende - solange, bis Ihr Anteil zur Auszahlung gelangt. Sie verlieren also nichts.

Wenn Sie eine Wohnung der Genossenschaft beziehen wollen, müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass in vielen Wohnanlagen nicht nur eine Verpflichtung zur Durchführung der üblichen Arbeiten wie Hausflur- und Kellerreinigung, sowie Sommer und Winterdienst besteht, sondern dass darüber hinaus evtl. auch die Pflege der Außenanlagen gemeinsam von den Hausbewohnern durchgeführt wird, die dadurch natürlich erhebliche Gartenpflegekosten sparen können.

Beim Bezug einer unserer Wohnungen wird eine Kaution von einer Monatsmiete fällig, die zur Sicherung unserer Ansprüche aus Schönheitsreparaturen dienen soll. Die Kaution wird spätesten bei Bezug der Wohnung von uns eingefordert. Wenn Sie es wünschen, kann allerdings auch eine Ratenzahlung vereinbart werden.

Die Kaution wird auf ein besonderes Kautionssammelkonto – getrennt vom Vermögen der Genossenschaft – eingezahlt und selbstverständlich für Sie mit dem Zinssatz für Sparguthaben ohne Kündigungsfrist verzinst.

 

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Bauverein Kierspe eG
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